Ein Weg, der mich geprägt hat
Shaolin-Kung-Fu hat mich einige Jahre begleitet. Ein Jahrestraining habe ich inzwischen abgeschlossen.
Was mich daran fasziniert, ist die Verbindung von Bewegung, Konzentration, Disziplin und innerer Haltung. Es geht nicht nur darum, Bewegungen zu lernen oder körperlich stärker zu werden. Für mich steckt dahinter auch die Frage, wie wir mit Herausforderungen umgehen und wie wir lernen, bei uns zu bleiben.
Während meiner Ausbildung bin ich intensiver mit den philosophischen Wurzeln des Shaolin-Weges in Berührung gekommen. Besonders die buddhistischen, daoistischen und konfuzianischen Gedanken haben mich beschäftigt.
Dabei habe ich vieles entdeckt, das über das eigentliche Training hinausgeht.
Körper und Geist gehören zusammen
Im Training habe ich immer wieder erlebt, wie eng körperliche Bewegung und mentale Haltung miteinander verbunden sind.
Wenn eine Bewegung nicht funktioniert, reicht es manchmal nicht, einfach mehr Kraft einzusetzen. Man muss genauer hinschauen, üben, dranbleiben und herausfinden, was verändert werden kann.
Diese Erfahrung begleitet mich auch außerhalb des Trainings.
Was geblieben ist
Mein Jahrestraining ist abgeschlossen. Ich bin aber weiterhin Praktizierende und setze meinen persönlichen Schwerpunkt heute besonders auf Qigong und Tai Chi.
Das, was ich aus dem Shaolin-Kung-Fu mitgenommen habe, ist deshalb nicht einfach vorbei.
Die Beschäftigung mit Shaolin-Kung-Fu hat meinen Blick auf Bewegung, Körperwahrnehmung, Konzentration und Lebensführung erweitert.
Und sie hat mir gezeigt, wie spannend es sein kann, Wissen nicht nur zu lesen, sondern es auch selbst zu erfahren.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich mich heute so gerne mit unterschiedlichen Wegen beschäftige: ausprobieren, beobachten, hinterfragen und die eigenen Erfahrungen einordnen.
Für mich ist Shaolin-Kung-Fu deshalb ein Teil meiner persönlichen Reise – und eine Erfahrung, die bis heute in mein Denken und meine Praxis hineinwirkt.
So gefällt mir die Aussage deutlich besser: Das Training ist abgeschlossen, der Weg nicht.